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Assisi als Schulname

Es ist gut, wenn Menschen Vorbilder haben, an denen sie ihr eigenes Leben orientieren können.

Auch eine Schule, die Kindern Lebensorientierung geben will, braucht solche Leitbilder.

In Franz von Assisi (1181-1226) fanden wir einen Menschen, der in seinem Leben in überzeugender Weise deutlich gemacht hat, was es heißt, aus der Kraft der Liebe und des Vertrauens zu leben.

Auch wenn die gesellschaftlichen Strukturen zur Zeit Franz von Assisis andere waren als heute, hat das, was er als seinen Lebensweg erkannt und gelebt hat, nichts an Aktualität verloren.

Im Gegenteil: angesichts der Grundprobleme unserer Zeit erscheint uns der Hinweis auf ihn mehr denn je notwendig. Sein Leben sollte uns immer wieder Anstoß sein, unsere eigene Lebensweise zu überdenken.

Deshalb soll der Name "Franz von Assisi" richtungsweisend über unserer Schule stehen und nach außen hin das Grundanliegen verdeutlichen. Gerade unseren Kindern, die auf der Suche sind, eigene Lebensformen und -ziele für sich zu finden, möchten wir das Leben, Denken und Wirken dieses Mannes als Denkanstoß mit auf den Weg geben.

Kurzbiographie:

Als Sohn eines reichen Tuchhändlers geboren, wuchs er in einer von Wohlstand und materieller Sicherheit geprägten Umgebung auf. Das Erleben der blutigen Kämpfe zwischen Assisi und Perugia, die folgende Gefängniszeit und eine schwere Krankheit lassen ihn sein bisheriges Leben grundlegend überdenken.

Er versuchte, ein neues Leben zu führen - zunächst mit kleinen Schritten, dann ganz und gar, als er erkannte, dass es sein Weg war, mit ganzem Herzen nach dem Evangelium zu leben.

Er verließ seine Familie und seinen Reichtum, gab damit alle menschlichen Sicherheiten auf und begann ein Leben als Bettler im Dienst an Armen, Kranken und Verachteten. Schon nach kurzer Zeit folgten ihm viele Männer und Frauen, der franziskanische Geist breitete sich über das ganze Abendland aus.

Worin besteht nun dieser besondere "franziskanische Geist", der uns auch heute noch anrührt?

Das Leben ohne materielle Sicherheit hatte für Franz von Assisi nichts von "trutziger Düsterkeit", sondern war eine Stilfrage.

Er liebte die Armut, "weil ihm das Leben ohne Eigentum begehrenswerter erschien als das Leben mit Eigentum. ... Er erfuhr im ‘Leben ohne Eigentum’, wie er es nannte, gewissermaßen tagtäglich und stündlich sowohl Gott wie seine Nächsten, und zwar von ihrer sympathischsten Seite: er demonstrierte ihnen unter Einsatz seiner ganzen Persönlichkeit sein Vertrauen auf ihre Großzügigkeit. (Mario von Galli: Gelebte Zukunft; S.87)"

Darin äußerte sich seine durch und durch positive Lebenseinstellung.

Man sagt von ihm, dass er als fröhlicher Bettler durch das Land gezogen ist voll von der Freude, die aus dem Herzen kommt und voller Vertrauen, das jede Angst vertreibt.

Armut war für ihn auch eine Quelle des Friedens, weil jeder Besitz dazu verleitet, ihn durch Waffen verteidigen zu müssen.

Er wurde selbst zum Friedensstifter, indem er auf Gewalt jeglicher Art verzichtete und seinem Gegenüber einen Vertrauensvorschuß entgegenbrachte.

Seine übergroße Liebe zu jedem Menschen äußerte sich nicht nur in der Aufopferung für die Schwachen, sondern auch in der Bereitschaft zur Toleranz.

Wirkliche Gemeinschaft war für ihn dort zu finden, wo im Geist der Liebe miteinander gelebt wurde. Nicht unzählige Regeln, die erfüllt werden mußten, sondern einzig und allein das Evangelium sollte die Grundlage des Zusammenlebens sein. So verstand er später auch die empfangene göttliche Weisung: Geh und richte meine Kirche wieder auf.

Die besondere Lebenseinstellung des Franz von Assisi äußert sich nicht zuletzt auch in der allumfassenden Liebe zu allem, was lebt und das Leben umgibt.

Wenn es uns heute gelänge, ein ähnlich persönliches Verhältnis zu unserer Umwelt zu entwickeln, wäre dies ein erster Schritt zur Bewahrung der Schöpfung.

Das Leben und Denken des Franz von Assisi kann uns heute u.a. dazu ermutigen,

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