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Integration

Bild: Während einer Projektwoche zum Thema "Engel", die gemeinsam mit einem tschechischen Künstler gestaltet wurde, entstand dieser "Engel auf Rädern".

Integration von Kindern mit Lernbenachteiligungen

Als Lehrer und Eltern stehen wir immer wieder vor dem Problem, dass bei Kindern mit normaler Intelligenz Teilleistungsstörungen des Lernens (Dyslexien) auftreten können. Besonders auffällig ist dabei die sogen. Lese-Rechtschreib-Schwäche. Zum Problem werden solche Schwierigkeiten dann, wenn aufgrund dessen in einzelnen Fächern Zensuren erteilt werden, die der wirklichen Intelligenz der Kinder nicht entsprechen und sie sich als Versager fühlen, bzw. ihnen gesagt wird, sie würden sich "nur nicht richtig anstrengen".

Es soll ein Ziel unserer Schule sein, diesen Kindern durch besondere Förderung im Rahmen der gewohnten Lerngemeinschaft zu helfen und dadurch Minderwertigkeitsgefühle gar nicht erst aufkommen zu lassen. Das Prinzip der Freiarbeit und die Bewertung in verbaler Form bieten die Voraussetzungen dafür.

Bahnbrechend für den Umgang mit derartigen Lernstörungen waren Entdeckungen der experimentellen Psychologie und Gehirnforschung in den USA, die eine besondere Spezifik der rechten und linken Gehirnhälfte in der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen feststellten und den Zusammenhang von Bewegung und Lernvermögen aufdeckten. Lernen findet demzufolge am intensivsten statt, wenn beide Gehirnhälften aktiviert sind und zusammenarbeiten.

Die Verknüpfung der beiden Hälften durch das sogen. "Corpus callosum" (ein komplexes Bündel von Nervenfasern) findet in der Regel in der frühen Kindheit durch Bewegung statt. Ist diese Verbindung gestört (z.B. durch psychisch belastende Situationen oder traumatische Erlebnisse), kommt es zum kürzeren oder längeren "Abschalten" der einen oder anderen Gehirnhälfte.

Eine ganzheitliche Lernerfahrung wird blockiert. Beim Lesen aber z.B. ist das Zusammentreffen von visueller (rechte Hälfte) und analytischer (linke Hälfte) Informationsverarbeitung unbedingt erforderlich.

Wichtig für den Umgang mit Lernbenachteiligungen ist in jedem Fall die gemeinsame Suche von Pädagogen und Eltern nach den besten Fördermöglichkeiten für jedes Kind.

Integration körperbehinderter Kinder

Unsere Schule möchte gemäß ihren vorhandenen und schaffbaren Möglichkeiten eine Alternative für Kinder sein, die aufgrund von Körperbehinderungen keine Schule in ihrer Nähe besuchen können. Das Miteinander wird im täglichen gemeinsamen Umgang beim Lernen, Feiern und Spielen praktiziert, wodurch bereits vorhandene Vorurteile abgebaut werden können oder solche erst gar nicht entstehen.

Eine weitere Form des gegenseitigen Kennenlernens und Verstehens von Problemen geistig und körperlich Behinderter sind regelmäßige Projekte mit der Schule für geistig behinderte Kinder oder den integrativen Kindergärten. Außerdem streben wir eine Zusammenarbeit mit dem Behindertenverband, Behindertenwerkstätten, Wohlfahrtsverbänden und caritativen Einrichtungen an.

Vorstellbar sind dabei gemeinsame gesellige Stunden mit kleinen Programmen der Kinder für ihre Gäste, aber auch, dass die Kinder aus dem Alltag behinderter Menschen erfahren, für die Problemsituationen wesentlich öfter entstehen (z.B. die Überwindung von Bordsteinkanten und Treppen für Rollstuhlfahrer, Ampeln ohne Tonsignal für Blinde...).

Sie lernen Menschen kennen, die gewohnt sind, mit Behinderten zu arbeiten und ihnen helfen, im täglichen Leben bestehen zu können.

Viele Ansatzpunkte gibt es in diesem wichtigen Bereich unserer Gesellschaft, und die Kinder sollen sich nicht nur in die Situation behinderter Menschen hineinversetzen lernen, sondern auch selbständig ihre Hilfe anbieten, wenn sie beispielsweise obengenannte Problemsituationen erkennen.


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